Kinder ab vier Jahren: Niederländische Schule eröffnet in Poll

Orange geschmückt war am Mittwoch der Schulhof der Janusz-Korczak-Schule: Bezirksbürgermeister Henk van Benthem und Bezirksvertreterin Marlies Meurer (CDU) schnitten das symbolische Band durch.

Poll Niederländisch lesen, schreiben und sprechen, aber auch Kultur, Land und Leute ihrer Muttersprache kennenlernen – das sollen die Schüler der am Mittwoch eröffneten „Nederlandse School Keulen“. Ab sofort nutzt die erste niederländische Schule Kölns zwei Klassenräume in der Janusz-Korczak-Schule in Poll. Der Unterricht findet jeden Mittwoch von 15 bis 18 Uhr statt.

„Bei uns können Kinder den Abschluss der niederländischen Grundschule machen“, erklärt Schulleiterin Lucienne Laven. Anders als in Deutschland besuchen Schüler acht Jahre lang die Grundschule, vom vierten bis zwölften Lebensjahr. „Der Unterricht bei uns ist sehr viel interaktiver, wir arbeiten auch mit Tablets und dem Internet“, so Laven. In jedem Halbjahr legen die Schüler wie in den Niederlanden eine Prüfung ab, auch die Grundschulzeit endet mit einer zentralen Abschlussprüfung. „Danach kann in den Niederlanden eine weiterführende Schule besucht werden.“

Vor elf Jahren gegründet

Gegründet wurde die Schule bereits vor elf Jahren von einer Gruppe holländischer Eltern in Leverkusen, die Klassenräume waren in Voiswinkel bei Odenthal. Da die Schülerzahl dort aber nach dem ersten Jahrgang zurückging, wurde der Umzug nach Köln beschlossen. „Hier gibt es mehr flämische und niederländische Familien“, so Laven. An diese richtet sich das Schulangebot, denn mindestens ein Elternteil sollte Niederländisch sprechen. 840 Euro kostet der Besuch der „Nederlandse School Keulen“ pro Jahr. 15 zweisprachige Kinder nehmen das Angebot derzeit wahr, weitere Interessenten werden gesucht. Neben dem Angebot für Grundschulkinder wird es ab Mitte November auch eine niederländische Spielgruppe für Kinder bis vier Jahre im benachbarten Alexianer Kindergarten geben.

Offiziell eröffnet wurde die Schule am Mittwoch vom Porzer Bezirksbürgermeister Henk van Benthem. Der gebürtige Niederländer hielt seine Rede zwar auf Deutsch, bewies in ein paar Sätzen auf Niederländisch aber, dass er nach 47 Jahren in Köln nichts verlernt hat.

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